Burg Altrathen

Burg · Sachsen

Burgruine Altrathen, Am Grünbach 11 in Rathen

Burg Altrathen

Die Burg Altrathen ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg auf einem Felssporn oberhalb des rechten Elbufers in Rathen in der Sächsischen Schweiz (Sachsen). Von der mittelalterlichen Anlage haben sich vor allem Mauerzüge, ein gewölbter Gang und Kellerräume erhalten, die in ein 1902/03 errichtetes Wohngebäude einbezogen sind.

Altrathen bildete zusammen mit der rund 500 Meter nordwestlich in den Basteifelsen gelegenen Felsenburg Neurathen eine Doppelburg. Die Bezeichnungen Altrathen und Neurathen sind neuzeitlichen Ursprungs; die mittelalterlichen Urkunden sprechen lediglich von Rathen und lassen bis auf wenige Ausnahmen offen, welcher der beiden Burgteile gemeint ist. Entgegen der Namensgebung gilt die höher gelegene Felsenburg Neurathen nach dem gegenwärtigen Forschungsstand als die ältere Anlage. Zur Funktionsteilung zwischen beiden Burgteilen liegen keine gesicherten Erkenntnisse vor; die in der älteren Literatur erörterten Deutungen – Neurathen als Vorburg, als eigenständige Burg oder als Fluchtburg – sind Vermutungen und quellenmäßig nicht abgesichert.

Die Burg wurde 1289 erstmals urkundlich fassbar und war bis ins 15. Jahrhundert böhmisches Lehen. Nach mehrfachem Besitzwechsel zwischen böhmischen Adelsgeschlechtern und den Wettinern wurde sie 1469 nach längerer Belagerung erobert und niedergebrannt; bereits im 16. Jahrhundert war sie verfallen. In den Jahren 1888 bis 1893 ließ der Industrielle Eduard Seifert die Reste neugotisch überbauen. Die Anlage ist als Kulturdenkmal und Bodendenkmal geschützt und befindet sich seit 2018 in privater Hand; sie ist nicht öffentlich zugänglich.

Text: Wikipedia, Artikel „Burg Altrathen“, Lizenz CC BY-SA 4.0

Wikipedia

In der Nähe