Burgruine Elsterberg
Burg · Sachsen
Burgruine in Deutschland

Die Burgruine Elsterberg in einem Bogen der Weißen Elster und am Nordrand der Altstadt von Elsterberg gelegen, ist die größte Ruine
einer Burg im Vogtland in Sachsen.
Vorausgegangen war ihr eine andere Burg, etwa 400 Meter von der jetzigen Ruine entfernt, über der Mündung des Tremnitzbachs in die Elster, genannt „das Alte Haus“. In der Zeit von 1200 bis 1225 errichteten die Herren von Lobdeburg eine neue Burganlage, die mit 1,5 Hektar bebautem Areal eine der größten Festungen in Sachsen war. Der Legende nach sollen die beiden Burgen über unterirdische Gänge und eine lederne Brücke (Leiterbrücke) miteinander verbunden gewesen sein.
Das Lehnbuch Friedrich des Strengen (Wettiner) von 1349/1350 weist unter den Herren und Edlen des Osterlandes (terra Orientali) „Hermannus et Hermannus de Elstirberg“ aus. Dabei handelt es sich um Mitglieder der gräflichen Familie Lobdeburg.
Die Burg wurde im Vogtländischen Krieg 1354 zerstört und danach bis 1366 wieder aufgebaut. Sie besitzt eine doppelte Ringmauer von beachtlicher Stärke sowie fünf Wachtürme und war Mittelpunkt der Herrschaft Elsterberg. Drei der Türme sind in guter Erhaltung. Das ehemalige Hauptgebäude hatte einen weit überwölbten Rittersaal mit einer Freitreppe. Ein 1932 freigelegter und einstmals angeblich 26 Meter tiefer Burgbrunnen versorgte die Schlossbewohner mit Wasser.
Den Zustand der gotischen Burg nach dem Wiederaufbau von 1366 zeigt eine erhaltene Abbildung aus der Zeit um 1580. Eine weitere Abbildung von Ort und Burg stammt aus der Zeit um 1725 und belegt den zwar begonnenen Verfall als Folge des Dreißigjährigen Krieges, aber dennoch vorhandene umfangreiche Gebäudesubstanz zu dieser Zeit. Der Elsterberger Burgbesitzer Heinrich von Bünau geriet 1547 während des Schmalkaldischen Krieges nach der Schlacht von Mühlberg in spanische Gefangenschaft und musst für ein Lösegeld von 565 Gulden (rund 50'000 DM) freigekauft werden.
Text: Wikipedia, Artikel „Burgruine Elsterberg“, Lizenz CC BY-SA 4.0
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