Heidenstein
Fels & Höhle · Nordrhein-Westfalen
Granit-Findling im Bachbett des Heiligen Spring in Niederbonsfeld, Hattingen
Der Heidenstein ist ein Granit-Findling im Bachbett des Heiligen Spring in Niederbonsfeld, Hattingen
Es handelt sich um einen Stein mit einer Größe von 1,5 mal 1,4 mal 1,0 Metern und einem Gewicht von etwa 4 bis 5 Tonnen. Er wurde vermutlich während der maximalen Vereisung während der Saale-Kaltzeit (vor 300.000 bis vor 126.000 Jahren) als Geschiebe hier abgelagert.
Der Geistliche J. Carl Friedrich Petersen erwähnte 1823 den Findling als Altarstein: „(...) in der Winzer Mark einen Heiligen Spring einem Altarsteine an einem tiefen Hohlwege“
Der ehemalige Bergarbeiter, Sozialist und Poet Heinrich Kämpchen erzählte über ihn 1909 im Gedicht „Der Heidenstein“.
„Unberührt vom Tageshall
Und der Sonne Lichtgefunkel,
Altersgrau und schlummermüd’,
Ruht er dort im Dämmerdunkel.“
Unter dem Namen „Isenstein“ beschrieb ihn der Heimatforscher Studienrat Joseph Esser 1930: „ein gewaltiger Granitblock (1,8 m : 1,5 m : 1 m), der jenseits der Ruhr in der Nähe der Eisenbahnstrecke Hattingen-Niederwenigern in einer beider Wirtschaft Neuhaus (Winz) ausgehenden idyllischen Waldschlucht liegt. Der 80-100 Zentner schwere, gut erhaltene Block verdient wegen seiner Lagerstätte jenseits der Ruhr das höchste Interesse der Heimatschutzbewegung und der Naturdenkmalpflege, da er leider ungeschützt vor Naturgewalt und Menschenwitz liegt. Nur die hohen Transportkosten sollen es vor einiger Zeit verhindert haben, daß er zu einem Kriegerdenkmal für eine in der Nähe liegende Ortschaft verschleppt und verarbeitet wurde.“
Nach einem Bericht in der Hattinger Zeitung vom 18. August 1938 sollen, der Sage nach, heidnische Waldgeister am Stein ihre nächtlichen Tänze abgehalten haben.
Text: Wikipedia, Artikel „Heidenstein (Hattingen)“, Lizenz CC BY-SA 4.0
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