Kaiserdom St. Bartholomäus

Stadt & Wahrzeichen · Hessen

Kreuzförmige Hallenkirche der Gotik von einheitlicher Wirkung mit dominierendem Westturm. Gemäß der Bedeutung reiche Innenausstattung: Ab 855 traditionelle, seit 1356 legitime Wahlkirche der röm. Könige, seit 1562 Krönungskirche der deutschen Kaiser.

Kaiserdom St. Bartholomäus

Der römisch-katholische Kaiserdom St. Bartholomäus (offiziell Dom St. Bartholomäus zu Frankfurt am Main, kurz Frankfurter Dom) in Frankfurt am Main, der größte Sakralbau der Stadt, ist die ehemalige Wahl- und Krönungskirche der römisch-deutschen Kaiser und als solche ein bedeutendes Baudenkmal der Reichsgeschichte. Er galt vor allem im 19. Jahrhundert als Symbol nationaler Einheit. Der Dom war von 852 bis 1803 eine Stiftskirche, aber nie Kathedrale.

Der heutige Dom ist die vierte Kirche an derselben Stelle. Seit dem späten 19. Jahrhundert ergrabene Vorgängerbauten lassen sich bis in das 7. Jahrhundert zurückverfolgen. Die frühkarolingische Kapelle der Königspfalz Frankfurt war Ort der Synode von Frankfurt 794 und eng mit der Geschichte Frankfurts und der Frankfurter Altstadt verbunden. In der 852 geweihten Salvatorkirche fand 855 die erste Königswahl in Frankfurt statt.

1239 erhielt die Kirche das Patrozinium des Apostels Bartholomäus, und der Bau des heutigen gotischen Doms wurde begonnen. Er entstand im Wesentlichen zwischen 1250 und 1514, als der 1415 begonnene Bau des Westturms aus Geldmangel ohne die geplante Laterne abgeschlossen werden musste. Die in Mitteleuropa einzigartige Lösung sollte das Stadtbild über Jahrhunderte prägen. Erst nach dem Dombrand 1867 wurde der – architektonisch immer noch einzigartige – Turm nach den erhaltenen Plänen des Mittelalters bis 1878 vollendet.

Typologisch handelt es sich um eine dreischiffige Hallenkirche mit gestrecktem 5/8-Chorschluss und angesetztem Westturm auf quadratischem Grundriss. Durch das aus städtebaugeschichtlichen Gründen sehr kurze (nur drei Joche) Langhaus und das sehr lange Querhaus weist der Dom die Grundform eines Zentralbaus auf.

Das Gebäude ist komplett aus Naturstein errichtet, hinter dem Putz zwischen den Steinmetzarbeiten und Eckquadern verbirgt sich weniger bearbeiteter Bruchstein.

Text: Wikipedia, Artikel „Kaiserdom St. Bartholomäus“, Lizenz CC BY-SA 4.0

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