Wallfahrtskirche Maria Straßengel

Stadt & Wahrzeichen · Steiermark

Wallfahrtskirche in Gratwein-Straßengel, Steiermark

Wallfahrtskirche Maria Straßengel
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Die Wallfahrtskirche Maria Straßengel ist eine denkmalgeschützte römisch-katholische Expositur- und Wallfahrtskirche in der zur Marktgemeinde Gratwein-Straßengel gehörenden Ortschaft Judendorf-Straßengel in der Steiermark. Die auf Mariä Namen geweihte Kirche gehört zum Seelsorgeraum Rein der Region Steiermark Mitte in der Diözese Graz-Seckau.

Die Ursprünge des Wallfahrtsortes lassen sich bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurückverfolgen. Eine Wallfahrtskapelle wird erstmals 1208 urkundlich erwähnt, während das Stift Rein das Jahr 1158 als Gründungsjahr des Wallfahrtsortes annimmt. Die ursprüngliche Kapelle und das in ihr ausgestellte Marienbildnis wurden zu einem beliebten Wallfahrtsziel, so dass die alte Kapelle vermutlich bereits im 13. Jahrhundert durch einen größeren Steinbau ersetzt wurde. Von 1346 bis 1355 wurde das heutige Kirchengebäude errichtet. Die Jahrhunderte nach der Gründung waren gezeichnet von Streitigkeiten zwischen dem Stift Rein, zu dem die Wallfahrtskirche gehörte, und dem zum Erzbistum Salzburg gehörenden Pfarrer von Gratwein, in dessen Pfarrgebiet sich die Kirche befand. Diese Streitigkeiten wurden erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch einen Tausch beigelegt, bei dem die Pfarre Gratwein in den Besitz des Stiftes kam. Im Zuge der josephinischen Reformen wurde die Kirche 1785 zu einer Lokalkaplanei, die bis 1788 bestand. In diesem Jahr wurde die Kirche entweiht und es bestanden Pläne zu ihrem Abriss. Die Gnadenbilder wurden nach Gratwein verbracht. Durch den Widerstand der örtlichen Bevölkerung, die sich unter anderem direkt an den Kaiser wandte, wurde der drohende Abriss abgewendet und die Kirche zu einer Filiale der Pfarre Gratwein ernannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in der Bevölkerung der Wunsch laut, die Kirche solle eine eigenständige Pfarrkirche werden. Das scheiterte am Widerstand des Stiftes Rein, des Besitzers des Kirchengebäudes, der dazu die Kirche in den Besitz der Diözese Graz-Seckau hätte übergeben müssen. Am 1.

Text: Wikipedia, Artikel „Wallfahrtskirche Maria Straßengel“, Lizenz CC BY-SA 4.0

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