Wasserturm Waldsieversdorf

Ruine · Brandenburg

Wasserturm in Waldsieversdorf, Wird heute als Aussichtsturm benutzt

Wasserturm Waldsieversdorf
Bild: Wikimedia Commons (Urheber und Lizenz auf der Dateiseite)

Der Wasserturm ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in Waldsieversdorf, einer Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.

Der Berliner Fabrikant Ferdinand Kindermann errichtete den elf Meter hohen Turm im Jahr 1897, um seine Villenkolonie mit Trinkwasser zu versorgen. Er entnahm dazu Wasser, dass aus dem Roten Luch von der Stöbber aus in das Grundwasser gelang. An der nach seiner Tochter benannten Margaretenquelle trat das Wasser in einer artesischen Quelle hervor. Von hier führte eine rund 800 Meter lange Leitung zum 34 Meter höher gelegenen Wasserturm mit einem Fassungsvermögen von rund 70.000 Litern. Kindermann nutzte die Stöbber erneut, um eine Pumpe mittels Wasserkraft anzutreiben, die das Wasser in den Behälter förderte. Vom Turm aus verteilte er das Wasser an die Haushalte. 1927 waren 103 Häuser über eine Rohrleitung von 5103 Metern Länge an das Trinkwassernetz angeschlossen. Kindermann lobte 1902 in der Vossischen Zeitung: „Enteisungsanlagen sind bei dieser sinnreichen praktischen Wasserleitung nicht erforderlich, da das Wasser nach Scherlings Analyse kein Eisen enthält, sondern von vorzüglicher Beschaffenheit ist“.

Text: Wikipedia, Artikel „Wasserturm Waldsieversdorf“, Lizenz CC BY-SA 4.0

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